Der Marsz Tolerancji (Toleranzmarsch) in Krakau ist vorbei. Bei herrlichem Wetter ging es vom plac Matejki los, links den Grüngürtel (Planty) entlang, dann über die ulica Dominikańska und ul. Grodzka auf den Hauptplatz (Rynek). Das ist nicht der klassische Weg für Umzüge, welche traditionell dem Königsweg entlang, also durch die ul. Floryańska direkt auf den Rynek, dort einmal herum und dann die Grodzka Richtung Königsschloss verlaufen. Aber der Weg durch die Planty verlieh der Veranstaltung etwas von einem gemütlichen Spaziergang und nur die hochgerüstete eskortierende Polizei erinnerte daran, dass es sich bei der Parade doch um eine unkonventionelle Stadtraumnutzung handelte. Der Einzug auf den Rynek war daher auch ein symbolischer Akt, der von den Teilnehmern laut bejubelt wurde. Man darf dies nicht unterschätzen, im Konflikt um den öffentlichen Raum gibt es unterschiedliche mit Bedeutung aufgeladene Orte. Den Königsweg durfte man mit dem Aufruf zur Toleranz mit Homosexualität nicht benutzen und auch am Rynek sah man sich nun mit der Gegenseite konfrontiert. Das symbolträchtige Denkmals des Nationaldichters Mickiewicz war fest in rechter Hand, umringt von Skinheads und Anti-Schwulen-Tafeln. Spechchöre, Gemüse und Eier waren partielle Versuche, auch den Demonstrationsraum zu übernehmen, de facto wurde dies aber vom Polizeispalier verhindert.
Nun ein paar Eindrücke von einer wirklich tollen und ermutigenden Veranstaltung. Bei der Vielzahl an Leuten mit Kameras gibt es bestimmt bald eine größere Auswahl…











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